Sandors Grossvater war ein berühmter
Holzschnitzer. Oft sass Sandor in der Werkstatt,
dann erzählte der alte Mann Märchen. Eines handelte
von einem aussergewöhnlichen Baum, aus dessen Stamm
der grosse Holzkünstler Xelorin zwölf
unterschiedliche Figuren geschnitzt habe. Wenn alle
Figuren zusammen richtig aufgestellt seien, würden
sie lebendig und ihr Anblick den Besitzer des
Figurenspiels mit mit so viel Leben erfüllen, dass
er sich nichts weiter mehr wünschen müsste. Aber
irgendetwas sei wohl schief gelaufen. Schon bald sei
das Spiel auseinander gerissen worden, wären die
Teile in alle Winde zerstreut worden. Nur eine
einzige, letzte Figur habe der Grossvater für sich
ergattern können, bekam der Enkel zu hören. Und
tatsächlich, auf einem Regal nahe dem Fenster, neben
Farb- und Leimtöpfen stand eine kunstvoll
bearbeitete Figur, die lächelnd in den Obstgarten
hinaus blickte.
Nach Grossvaters Tod bleibt die Pflicht, den
Nachlass aufzulösen. Dabei kommt dem erwachsenen
Sandor, der schon lange nicht mehr an Märchen
glaubt, diese letzte Holzfigur in die Finger. Er
findet auch das Kindermärchen niedergeschrieben,
Angaben, die es ihm erlauben, das Schicksal der
Figuren zu verfolgen. Zudem lernt Sandor Ludmilla
kennen, eine Kunstexpertin, die sein Interesse an
den Figuren teilt. Das gemeinsame Abenteuer kann
beginnen.
270 Seiten, Paperback; im Verlag Einfach Lesen Bern ISBN Nr. 3-9523399-4-6; CHF 25.-