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Uni Bern - alter Patient, junges Publikum

Drei Jahre seit der Transplantation, ich scheine definitiv im Alltag angekommen zu sein. Nun bin ich nicht mehr der "Transplantierte", sondern wieder der "Maibach", wie ein kluger Arzt es seinerzeit formulierte.

Vollends wurde mir das bewusst, als ich an ein Seminar in die Insel eingeladen wurde und vor angehenden Medizinerinnen und Medizinern einen Bogen schlug, vom beginnenden, schleichenden Nierenversagen bis zum heutigen beschwerdearmen Normalbetrieb nach der Transplantation.

Wieviel Energie hat uns das gekostet, Rosmarie, Andy und mich. Wie befreiend und berührend ist es, ein Organ gespendet zu bekommen. Die Erinnerung an die unzähligen Spezialistinnen, Ärzte, Pflegefachleute, Freunde, Bekannte waren an unserer Seminarstunde allgegenwärtig.

Frau Professor Huynh-Do ergänzte meine wohl eher emotionale Patientensicht durch medizinische Fakten. Die aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörer trugen uns durch den Gedankenaustausch, ein intensives Erlebnis, das mich sehr berührt und seither begleitet.