Seit knapp 3 Tagen bin ich jetzt wieder zuhause, und täglich geht es etwas besser. So sitze ich jetzt wieder vor dem PC und versuche mich zum ersten Mal in meinem Leben an einem Blog Eintrag; obschon Informatik mein Beruf ist, war ich bisher mit Social Media eher zurückhaltend. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich mich berufsmässig in erster Linie mit dem Thema Informatik-Sicherheit beschäftige.

 

Auf jeden Fall ist es erstaunlich, dass man sich nur 9 Tagen nach einer offenen Bauch-OP schon wieder so gut fühlt. Am meisten nervt im Moment, dass ich noch immer nur auf dem Rücken schlafen kann, was ich sonst nie mache. Im Bett kam ich mir anfangs vor wie Kafka's in einen riesigen Käfer mutierten Gregor Samsa, nachdem er auf den Rücken fiel und hilflos mit seinen Beinchen zappelte... Mittlerweile bin ich aber immerhin schon so beweglich, dass ich selber wieder auf die Füsse komme. Dazu kommt, dass ich schon bei kleineren Spaziergängen schnell ausser Atem komme. Ansonsten fühle ich mich aber sehr gut, der Kater sitzt auch manchmal schon wieder auf dem Bauch, und von der fehlenden Niere habe ich bisher physisch noch nichts bemerkt. Was aber nicht heisst, dass ich nicht oft daran denke, und ob meine verbliebene Niere der Mehrbelastung wirklich auch auf Jahre hinaus gewachsen ist. Anscheinend wird sie in der nächsten Zeit, wie auch bei Peter, wachsen. Am Montag ist mein erster Termin beim Hausarzt, um die Nierenwerte zu kontrollieren - und bis dahin ist jeden Tag 3-4 Liter trinken angesagt. Und damit verbunden 3-4 nächtliche Toilettengänge.

 

Für die nächsten paar Wochen, bis Anfang Juni, bin ich noch krankgeschrieben und werde so viel Zeit zur Verfügung haben. Ich werde versuchen, in ein paar Beiträgen die bisherige Geschichte (die mehrere Jahre zurück geht) retrospektiv aus meiner Perspektive zu schildern, mit all den Aufs und Abs dieser Zeit. Diese Jahre waren und sind zweilfelsfrei die hegftigsten in meinem Leben, mit mehr als nur einer Weiche und vielen Stolpersteinen auf dem Weg. So langsam wird das Ende dieser Odyssee aber erkennbar - es folgt noch ein grosses Projekt dieses Jahr - der Umbau meines Elternhauses - und dann sollten, so die Götter gnädig sind, wieder etwas ruhigere Gewässer folgen. Doch mehr dazu in den späteren Beiträgen. Für jetzt sitze ich hier und sehe direkt auf den blühenden Flieder vor dem Fenster, den meine Mutter vor etwa 50 Jahren hier gepflanzt hat. Und trotz mässigem Wetter zieht es mich vorerst wieder mal wieder in den Garten (der ein bisschen wie ein Urwald aussieht, das Gras ist ja unglaublich gewachsen). Mal schauen, was der Bärlauch macht :-)