So wie Walfische regelmässig auftauchen, um Sauerstoff einzuatmen, komme ich mir im Moment vor.  Noch ist vieles etwas wackelig und in steter Veränderung: die Medikamente müssen laufend angepasst werden, Menschenmengen im Bus oder in den Läden irritieren mich und das Kontrollprogramm in der Insel ist anspruchsvoll.

Doch dazwischen werden die positiven Highlights immer mehr: ich kann ausgedehntere Spaziergänge unternehmen, das rigide Kontrollprogramm in der Insel wird ab nächster Woche auf zwei Kontrollen pro Woche gelockert, ich schaffte es, ohne Panik beim Beck ein Brot zu kaufen, kurz meine  Welt wird weiter und der Alltag normaler.

Nächste Woche wird es nochmals Betrieb geben, meine beiden letzten Katheter werden entfernt. Besonders beim APD-Katheter, den ich zur tägliche Dialyse brauchte, bin ich dankbar um die kommende „bauchfreie“ Zeit: so wichtig der Schlauch war, so wenig traure ich dem ewigen „Herumgeplampe“ am Bauch nach. In der unteren Körperregion ist mir ein Schlauch einfach genug…