Wer denkt, dass bei Peter alles beim ersten Mal klappt hat sich getäuscht, auch ich! Nachdem gestern alles im normalen Rahmen lief und ich Peter mit nach Hause nehmen konnte, freuten wir uns auf einen inselfreien Tag - ja, ja ich weiss "Hier und Jetzt" - und nicht morgen und nicht gestern! Bereits gestern Abend stellte ich fest, dass sich der Verband von Peter rot färbte. Keine Panik - nein, nein es kommt schon gut, es blutet einfach ein bisschen. Mach keinen Elefanten aus einer Mücke. Mach keinen Stress! So versuchte ich mich zu beruhigen. Als Peter am Morgen nach einer einigermassen guten Nacht aufstand war der Verband blutrot durchtränkt. Neuer Verband, neue Gaze und jetzt sollte es halten und nicht weiter bluten. Ach ja da war ja noch etwas "Blutverdünner" - Sch ... das würde nie und nimmer aufhören bevor Peter verbluten würde!

Tja und weiter muss ich wohl nicht viel schreiben - Peter Telefon in die Insel was er machen soll. Ja natürlich "Kommen Sie vorbei" - was hatte ich anders erwartet? Dies hiess also wieder mindestens 2 - 3 Stunden Insel - nichts von einem inselfreien Tag - nichts von gemütlich einen kleinen Spaziergang machen. So pilgerten wir ein weiteres Mal in die Insel. Die Empfangsdamen schauen schon mitleidig drein wenn wir kommen!

Nachdem die Pflegefachfrauen versuchten die Wunde im Bauchnabel zu stillen floss es unaufhörlich weiter. Bis dann eine Stunde später die Assistenzärztin aus der Chirurgie das Ganze begutachtete und ich zusehen konnte wie Peters Bauchnabel drei weitere Stiche bekam - wäre wohl gestern in einem gegangen! Jedenfalls ist die Bikinizeit von Peter nun endgültig vorbei.

Gestern schrieb ich im Blog - von der gewohnten Umgebung - eine gute Kollegin hat heute nachgefragt "Was ist denn die gewohnte Umgebung? Insel oder Daheim?" - eine gute Frage wie ich finde.

Nun ja - irgendwie erschüttert mich schon bald nichts mehr - nun hoffe ich, dass die Reparaturarbeiten so langsam aber sicher abgeschlossen sind. Das linke Bein wird auch in seinen Farben immer bunter und normalisiert sich weiter. Ich hoffe, dass man nicht wieder eine neue Baustelle öffnet. Und das wichtigste ist ja, dass die Niere einwandfrei funktioniert. Was sind den schon ein paar Bluttropfen weniger!