Schön, die wieder gewonnene Freiheit zu geniessen. Schön zu wissen, dass jede Zeit ein Ende hat und das Leben weitergeht. Schön zu sehen, dass es Peter jeden Tag besser geht, dass Andy wieder in seinem normalen Arbeitsprozess drin steckt. Ich bin unendlich dankbar, dass sich wieder Normalität einstellt, dass Peter so langsam auch wieder in den Arbeitsprozess einsteigen kann. Nichts ist selbstverständlich. Peter nimmt regelmässig seine Medis. Ich weiss nicht, ob ich tatsächlich so diszipliniert wäre - anyway - Peter muss die Medis nehmen und nicht ich. Wir geniessen es auch wieder auf gemeinsamen Pfaden zu wandern. Ich empfinde die Berge als ein Ort der Ruhe, ein Ort der Regeneration und der Entspannung. Die Nierentransplantation verschwindet in den Hintergrund. Natürlich reden wir noch ab und zu über die letzten zwei Jahre und doch - es ist schön zu spüren, dass das Erleben der letzten zwei Jahre im Hintergrund verblasst -"Was hinde dranne isch - isch gmäht", pflegt Peter zu sagen. Und genauso empfinde ich es auch. Schon bald stehen die ersten Ferien an - Ferien in den Bergen. Nein, übermütig werden wir nicht - aber etwas gelassener und ich bin froh, dass die Insel nicht mehr unseren Alltag bestimmt!

Dankbar bin ich auch, um die Menschen, die immer wieder mit dabei sind, die mit uns den Weg gegangen sind, virtuell oder auch persönlich, die uns und mich seelisch unterstützt haben. Neulich sagte sein "Lieblingsarzt": "Wissen Sie in sechs Monaten spricht niemand mehr von einer transplantierten Niere, denn dann ist es schon normal und kein aussergwöhnliches Ereignis mehr." Wie recht er hat!

maske