Am 5. August war es soweit, nach über drei Monaten Abwesenheit betrat ich zum ersten Mal wieder mein Büro. Nur für wenige Stunden pro Tag, aber immerhin. Rosmaries Kalender zeigte noch das Aprilbild, also rasch vom kühlen Regenfrühling auf den heissen August umblättern. Ich hänge das Notebook ans Netz und lasse  es gierig Updates saugen. Derweil schaue ich mich um: alles ist so vertraut und doch so weit weg. Nachdenklich räume ich meine sieben Sachen wieder aus den Schubladen.

Die Mails habe ich von zu Hause aus bereits durchgesehen, die wichtigsten News abgerufen. Dennoch wird es viel zu lesen geben und etliche Pendenzen wären wieder aufzunehmen. Doch das muss noch warten. Zuerst gehe ich mal auf einen ausgedehnteren Rundgang und melde mich zurück.
Bleistift, Gummis, und Büroklammern in der Schublade
Die Besuche ähneln sich: Schön, dass du wieder da bist, ein paar Worte zum Spital und dann einen guten Start noch, das muss reichen. Ist mir auch recht so, was zu sagen ist, steht geschrieben. „Immerhin, “ bemerkte  trocken der Inselarzt in der Freitagskontrolle, „wollte niemand die neue Niere anschauen.“