Einerseits ein erhöhtes Infektionsrisiko, andererseits zunehmende Mobilität - das kann zu Konflikten führen.  Gerade unterwegs sind die stillen Örtchen Oasen der Erleichterung die aufzusuchen in der für Sauberkeit berühmte Schweiz für Immunsupprimierte keine Gefahr darstellen sollte. Dachte ich.  Aber bei einer Bahnfahrt  in die Berner Oberländische Postkartelandschaft wurde mein Optimismus arg strapaziert. Das Zugs-WC im supermodernen Panaromawagen war eine verdreckte Zumutung, was auch zwei amerikanische Touristinnen nasenrümpfend kommentierten. Derart sensibilisiert fielen immer mehr „Örtchen“ negativ auf: Zugstoiletten generell, Bahnhofstoiletten - um nur zwei Beispiele zu nennen in Zermatt, in Lauterbrunnen – unzumutbar.

Ich finde, die Toilette ist eine Visitenkarte – gerade für ein Tourismusland. Da wäre es doch schön, wenn öfter mal geputzt wird und wir nicht nur die saubersten Strassen, die beste medizinische Versorgung haben, sondern auch vorzeigbare öffentliche Toiletten. Nicht nur Schweizer Patienten wären dankbar.