„Die Niere ist stabil“, so der lakonische Bericht aus der Insel nach den zweiwöchentlichen Untersuchungen. Ein kurzer Satz, hinter dem so viel steckt. Vor allem die Rückkehr in einen normalen Alltag. Der Inselarzt beschrieb diesen „Change“  vor einigen Wochen so: Mit der Zeit werden Sie nicht mehr als Transplantierter wahrgenommen und die Umgebung wird Sie nicht mehr darauf ansprechen. In dieser Entwicklung stecke ich mittendrin. Auch wenn einige äussere Merkmale auffällig sein mögen – der grossen Sonnenhut bei schönem Wetter, die dunkle Brille etwa – kehrt immer mehr Normalität in den Alltag ein. Schon ist der erste Arbeitsmonat beinahe um, im Büro ist es ruhiger geworden und eine absolut erwünschte Normalität füllt den Tag aus. Aber auch zu Hause zeigen sich laufend kleinere Fortschritte: der Körper gewöhnt sich an eine funktionierende Niere, Kreativität und Lebendigkeit kehren zurück. Mein Tagesprogramm ist freier geworden, ich bin beweglicher und nicht mehr an eine Maschine gebunden – herrlich! Die Niere ist stabil – und ich werde es auch immer mehr.

 

Zum Blog: Auch hier wird es zum Thema Niere ruhiger werden. Wenn über nichts Ausserordentliches zu berichten ist, erscheinen neue Beiträge in lockerem, etwa monatlichen Abstand.