Etwas seltsam zumute war mir schon, als ich, als Rekrut sozusagen,  in die Dialyseabteilung des Lindenhofspitals in Bern einrückte um während einiger Schulungstage die Bedienung der Dialysegerätschaften zu erlernen. Ich konnte mir noch nicht wirklich vorstellen, was da alles auf mich zukam. Die Dialysespezialistin der Firma Fresenius und der APD-Spezialist des Spitals gaben sich alle Mühe, mir die noch ungewohnten Handgriffe so einzupauken, dass das zu Hause auch einwandfrei klappen würden.  Zuerst war die Speicherkarte mit dem Dialyseprogramm einzulegen, dann die Maschine starten, das richtige Programm anwählen und nach Vorgabe und Checkliste die Beutel korrekt einhängen und anschliessen.  Etwas nervös wurde ich schon, als ich mit desinfizierten Händen und Mundschutz  zum ersten Mal die Schutzkappe zum Katheter abschraubte und mich an den Cycler anschloss.

Fehlerhandhabung, was tun im Notfall, Vorgehen bei manueller Dialyse, Maschinentest, Entsorgung, Bestellwesen sowie Inbetriebnahme der Technik zu Hause rundeten die intensive Ausbildung ab.

Heute habe ich die Prozedur fast 400-mal durchgeführt. Der Anfängerschreck ist vorüber, aber es ist immer noch eine ernst zu nehmende  Aufgabe die jeden Abend vor dem Schlafengehen konzentriert durchgeführt werden muss. Dankbar erinnere ich mich an die von „meiner“ „Drill-Sergeantin“ antrainierte  Sorgfalt, die jetzt den Alltag mit dem Cycler unterstützt. Denn das Präzisionsmaschineli kann durch aus Tücken und Macken  haben!