So professionell perfekt und lebenserhaltend die medizinischen Aufwendungen sind, Ziel ist und bleibt es, durch eine Nierentransplantation die Funktionstüchtigkeit des Körpers wieder herzustellen, die Lebenserwartung zu verbessern und die Abhängigkeit von der Dialyse zu beenden und somit wieder einen normalen Alltag herzustellen.


Dabei wird unterschieden zwischen einer Leichenspende, von einem anonymen, verstorbenen Organspender. Leider  sind viel zu wenige Menschen bereit, nach ihrem Tod ein Organ zu spenden. Die Organverteilung wird in der Schweiz zentral über eine Warteliste geregelt. Wartezeiten von vier bis sieben Jahren sind üblich. Durch die langen Wartefristen sinkt die die Lebensqualität und die Lebenserwartung des Patienten. Auch seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nimmt ab, was zu wesentlichen Einkommenseinbussen führen kann.


Erfolgsversprechender sind Lebendspenden: eine Organspende von einem persönlich bekannten Spendenden, etwa einem Familienmitglied. Einerseits fällt die Wartezeit weg und andererseits ist die Leistungsfähigkeit des transplantierten Organs höher.


Für Rosmarie als Ehefrau war es von Anfang an klar, dass sie sich als Spenderin zur Verfügung stellen würde. Dieser Liebesbeweis hat mich in einer schwierigen Zeit fast umgehauen. Die Hoffnung auf eine Lösung wuchs. Doch der Weg, der im 2012 vor uns lag, barg etliches an Überraschungen.