Nachdem meine Lungenfunktion getestet wurde und mein Herz geprüft, standen weitere Abklärungen im Raum. So langsam aber sicher war ich Stammgast im Inselspital. Im Inselspital bin ich nicht Rosmarie Bernasconi, sondern ich bestehe nur aus Organen. Denn bei jeder weiteren Untersuchung musste ich mich in der Insel wieder neu anmelden. Für die Lunge, Herz und natürlich für die Niere. Immer wieder hiess es – abnehmen. Dann kam auch noch das 24-Stunden-EKG dazu. Alle 30 Min. summte das Gerät und mass meinen Blutdruck. Ich war jedenfalls froh, als ich das Gerät abziehen und in der Insel abliefern konnte. Keine Ahnung was, da alles herauskommen würde. Das nächste Gespräch mit einer Assistenzärztin in der Nephrologie war wenig ermutigend. Zu viel Gewicht. Auch die Oberärztin sprach in die gleiche Richtung. Die Chemie zwischen dieser Ärztin und mir war nicht wirklich das, was man als grosse Liebe hätte bezeichnen können.

Natürlich wurde mir wieder „tonnenweise“ Blut entnommen, um unterschiedliche Werte zu messen. Die Zeit ging dahin. Tja – wie manchmal muss ich das noch hören, dass ich abnehmen müsse? Peter und ich hatten die Bewegung hochgeschraubt. Wir genossen Sonntag für Sonntag schöne Wanderungen. Manchmal wanderten wir bis zu 25 km. Das ergab schon mal mehr als 100 km einem Monat. Es war ein herrlicher Sommer und die gemeinsamen Wanderungen waren für Peter und mich von grosser Bedeutung, denn in den gemeinsamen Gesprächen sprachen wir uns immer wieder Mut zu. Was wenn es dann doch nicht klappt?