Vor den eigentlichen Abklärungen zu einer Organtransplantation galt es abzuklären, an welchem Spital die Operation erfolgen sollte.  Einige rieten, Abklärungen, Operation und Nachbetreuung in Basel vornehmen zu lassen, die Abwicklung in Basel sei effizienter und zügiger abgeschlossen. Dann wieder wurde hervorgehoben, dass die medizinische Qualität überall dieselbe sei. Wir zögerten. Unser Lebenszentrum ist in Bern, Rosmaries Laden, Freunde und Familie waren schliesslich ausschlaggebend. Wir entschieden uns für Bern, also für die Insel. Irgendwie fanden wir es sympathischer, in Bern zu sein, kurze Wege zu haben. Heute bin ich mir nicht mehr sicher, ob das wirklich klug war.

Die Insel liess sich Zeit, viel Zeit. Woche um Woche verging, ohne dass etwas geschah, dann wieder Hektik, Gespräche mit dem Psychologen, dem Chirurgen, dem Anästhesisten. Dann mussten Blutproben wiederholt werden, weil Daten verloren gingen. Unmöglich etwas zu planen. Jeder erfüllten Auflage folgten weitere. Ich nahm ab, Rosmarie nahm ab, unsere Fitness war noch nie so gut gewesen, beide waren wir motiviert, den grossen Schritt zu unternehmen.

Auf die Frage nach einer Roadmap oder einem Terminplan oder etwas verbindlichem gab es nur ärztliches Schulterzucken – und neue Abklärungen.