Gleich von Beginn der Dialyse an wurde vom Arbeitgeber eine vertrauensärztliche Beurteilung verlangt, das ist so üblich und kein Problem. Die dabei empfohlene Anmeldung bei der IV macht ebenfalls Sinn, da vor einer allfälligen Rente ein Jahr gewartet werden müsste. Kein schönes Gefühl, seitenlange Fragebögen auszufüllen, persönliche Informationen offen zu legen, ein schönes Gefühl hingegen, zu wissen, da ist noch eine Institution, die nötigenfalls abfedert. Zwei Gespräche bei der IV folgten und Rosmarie und ich waren beruhigt, im Falle von unüberwindbaren Schwierigkeiten, Unterstützung zu finden.

Dann konnte ich meinen Beschäftigungsgrad von 60% auf 70% erhöhen. Ich war stolz, mit Unterstützung des Arbeitsgebers wieder „dabei“ zu sein. Bis der Bescheid der IV eintraf: aus ihrer Sicht bin ich jetzt wieder gesund und mein mühsam erarbeitetes IV-Dossier für die Katz. Denn sollte sich mein Gesundheitszustand verschlechtern, beginnt die ganze Abklärerei und das Wartejahr wieder von neuem. Super. Erneutes Achselzucken, so will es halt das Gesetz.

So bin ich jetzt zwar an der Dialyse, warte auf eine Nierentransplantation bin aber gesetzlich geheilt…