Manchmal ist es schwierig den Zustand zwischen hoffen und vielleicht doch – oder vielleicht doch nicht auszuhalten. Ich weiss, dass meine Nierenwerte hervorragend sind. Ich weiss aber auch, dass andere gesundheitliche Faktoren zu berücksichtigen sind. Heute war wieder mal so ein Tag – wieder war die Kontrolle in der Nephrologie angesagt. Zum „hundertsten Mal“ – wurde mein Urin untersucht – zum „Tausendstenmal“ wurde Blut entnommen. Und zum „Millionstenmal“ wurden die gleichen Fragen gestellt. Rauchen Sie? Trinken Sie? Wie hoch ist das Gewicht? Wie hoch der Blutdruck? – und immer wieder beantworte ich die Fragen gleich und beim nächsten Besuch kommen diese Fragen wieder. Der Blutdruck, der zu Hause als normal gilt, ist dann selbstverständlich in der Insel zwei Mal so hoch! Die Waage zeigt auch immer zwei Kilo mehr als zu Hause.

Ich werde wohl beim nächsten Mal einfach ein Blatt abgeben, damit sie die Antworten abschreiben können. Ich verstehe, dass sie immer wieder verifizieren müssen immer wieder überprüfen müssen ob das seit dem letzten Besuch immer noch so ist – Hat sich etwas verbessert? Vielleicht? Hoffnung keimt auf, dass es doch noch klappen könnte. Und immer wieder bekomme ich auf meine Frage ob den eine Nierenspende möglich ist –ein „eher nein“ oder „es ist noch nicht 100% nein. Und wie schon im letzten Blogbeitrag geschrieben, gebe ich erst auf, wenn es wirklich ein 100% nein ist. Manchmal ist es schon ziemlich nervig und doch – die Hoffnung stirbt zuletzt. Immerhin muss ich mich in der Nephrologie nicht jedes Mal neu anmelden. Immerhin …