Die Schweizer Regierung und die Ethik - Kommission lehnen am 8.3.13 eine automatische Organspende ab. Als Ersatz zur umfassenden Lösung will der Bundesrat sich vermehrt um Aufklärungsarbeit kümmern.

Nun, Ethik ist eine schöne Sache, solange sie das Verhalten anderer betrifft. Als Betroffener legt man dann doch deutlich weniger rigide Grundsätze an. Doch wenn die Kommentare zu den Presseartikeln zu diesem Thema auch nur halbwegs repräsentativ sind, muss ich meiner Regierung leider Recht geben.

So schön mehr Organspender wären - es fehlt rundum an einer Wissensgrundlage zur persönlichen Entscheidung, ob eine Organspenden für einem infrage kommt. Da gibt es noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. So gut die automatische Organspende gemeint ist, bin ich heute der Auffassung, dass es einfach noch zu früh dazu ist.

Wo eine Lebendspende möglich ist, wird dies sicher eher im familiären Umfeld stattfinden, dort ist auch der gegenseitige Nutzen, die Solidarität am grössten. Organentnahme bei Verstorbenen, nun eben, da kommt uns wieder die Ethik in die Quere. Aber: ist Leben schenken oder Leben verweigern nicht auch eine ethische Frage?