Wir sind alle etwas nervös, ich, Peter und Andy. Der Termin rückt näher doch vorher müssen noch einige Anpassungen gemacht werden. Da Peter und Andy nicht die gleiche Blutgruppe haben, müssen Anpassungen vorgenommen werden. Dies bedeutet, dass Peter an die Blutwäsche muss und dies dürfte nicht kompliziert aber unangenehm sein. Erst wenn dann die Blutwäsche vorbei ist, kann der Termin als gesichert angesehen werden.

Und was ist nach der Transplantation? Das Leben geht weiter - das stimmt. Wie geht es weiter? Das wissen wir noch nicht so genau. Was wir aber wissen, dass die Medikamenteneinnahme viel Disziplin erfordert. Jeden zweiten Tag muss Peter in die Insel, um Blut und Urin kontrollieren zu lassen. Ein 24-Stunden-Telefon ist gewährleistet. Niemand möchte eine gespendete Niere im Nirvana sehen. Man überlässt nichts dem Zufall. Waren es in den Abklärungen vor allem die Assistenzärzte sind nun die Professoren und Oberärzte am Werk - es gilt ernst.

Der Alltag wird sich verändern. Wie wirken sich die vielen Medikamente aus? Wie wird unser Alltag aussehen? In der ersten Zeit nach der Transplantation wird der Alltag wohl von Terminen in der Insel bestimmt sein. Peter wird sich vor Sonne, vor vielen Menschen, vor Viren schützen müssen.

Und dann dürfen die Medikamente nicht mit Grapefruits eingenommen werden - alles andere ist erlaubt, auch Orangen- und Zitronensaft. In der Grapefruit hat es einen Stoff, der die Medikamente beeinträchtigt. Was man da alles wissen muss. Ich freue mich auf die Zeit danach und ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass alles gut kommen wird. Die Sterne stehen gut!

Nachtrag: Heute gehe ich ins Migros, um eine grosse Werkzeugkiste einzukaufen - eine Kiste, wo normalerweise Nägel und Schrauben Platz haben. Diese wird dann in eine Medikamentenkiste umgebaut, weil die vielen Medis in einer normalen Dosette keinen Platz mehr haben!