Nach dem langen Warten und der zermürbenden Routine ist jetzt der Startschuss zur Transplantation gefallen. Die erste vorbereitende Therapie fand bereits Anfang April stattfand, nun flattert Aufgebot um Aufgebot der Insel ins Haus.  Sprechstundentermine, Dialyse, Kontrollen, die Operation – also bis auf weiteres bin ich teminmässig abgedeckt.

Morgen, Dienstag,  punkt acht Uhr beginne ich mit der Einnahme der Immunsuppressiva und der untersützenden Medikamente, die mich ein Leben lang begleiten werden. Es ist mir schon etwas bange vor all den angekündigten Nebenwirkungen und der damit einhergehenden Infektionsgefahr: Gedränge vermeiden, rigider Sonnenschutz, perfekte Zahnhygiene und vieles mehr, ein volles Programm. Andererseits steht ein 7 x 24 Stunden Telefondienst zur Verfügung, der bei Problemen, zum Beispiel verspäteter Medikamenteneinnahme, angerufen werden kann. Eine beeindruckende Organisation löst den bisherigen, vergleichsweise beschaulichen Betrieb ab.

Zusammen mit den üblichen dialysebegleitenden Medikamenten steht nun eine beeindruckende Menge an Medikamente auf dem Frühstückstisch, verbunden mit einem aufwändigen Einnahmeverfahren. Um diese „Compliance“ zu unterstützen bediene ich mich einer App auf dem ipad: Dosecast. Dieses praktische Tool erinnert mich mit Harfenklängen wann ich welches Medikament einnehmen muss, führt Buch und regelt und mahnt die Nachbestellungen. Schon fast himmlisch…