Der Termin rückt näher - wir sind noch alle irgendwie beschäftigt, damit man nicht zu viel Nachdenken muss. Peter ist beschäftigt, die richtigen Medis zum richtigen Zeitpunkt einzunehmen. Ich bewundere ihn für seine Disziplin. Oft "hornets" im Haus - einmal ist es der Harfenklang, ein andermal der Dreiklang oder ein anderer Ton. Dies bedeutet, dass Peter seine Medis einnehmen muss. Da er sie zu unterschiedlichen Zeiten einnehmen muss, sind die Töne wichtig.

Die nächste Woche werden wir wohl nochmals herausgefordert, bevor dann wirklich die Operation stattfinden wird. Blutanpassungen werden gemacht und dann wird Peter mit zwei "Schläuchen" herumlaufen - einer fürs Blut und der andere für die Dialyse. Tja und dann wird es dann wirklich wohl losgehen - und ich bin guter Dinge, denn ich denke, dass sowohl Andy und Peter so motiviert sind, dass gar nichts mehr schiefgehen kann. Und wie schon gesagt, die Ärzte im Inselspital sind in einem Kurs gewesen, die wissen, wie man eine Niere transplantiert.

Und wenn bei mir die Angst hochkommt, dann gehe ich in die Natur und spüre den Boden unter den Füssen. Dann denke ich, dass ich schon bald wieder mit Peter wandern kann ... denn nach der Operation muss er sich bewegen - das haben die Ärzte gesagt!