Das letzte Wochenende vor der Operation beginnt. Ein seltsames Gefühl, die Vorräte an Dialysematerial werden kleiner, die Kartonstapel schrumpfen. Die Tage im Kalender rauschen immer schneller vorbei.

Irgendwie sperrt sich unser Bewusstsein gegen das Wissen, dass es in wenigen Tagen vorbei sein wird mit Cycler, mit nächtlicher Abhängigkeit von der Maschine, mit dem eingeschränkten Bewegungsradius. Abwarten, wir nehmen es wie‘s kommt. Aber es ist schon eine seltsame Zwischenzeit, die viel Disziplin erfordert um die Tagesroutinen bis zuletzt korrekt durchzuziehen.

Die zusätzlichen Blutwäschen untertags erzielen die erwünschten Resultate. Sie machen zwar schlapp, aber die Ergebnisse rechtfertigen jede Unannehmlichkeit. Gute Nachricht ist somit:  Rosmarie und ich werden am Sonntag „frei“ haben, werden nicht in die Insel pilgern sondern können ausschlafen und uns in einen entspannte Sonntagsroutine ergeben.

Heute übrigens sind die bestellten Sonnenschutzkleider eingetroffen. In Zukunft werde ich mich gut vor UV-Licht schützen müssen: langärmlige T-Shirts aus UV-abweisendem Stoff und ein Hut gehören dazu. Und eine Sonnenbrille, die ich mir heute im Loeb erstanden habe: Polaroid Suncover, eine riesige, schwarze Brille für über die normale Brille. Wenn ich die aufsetze und dazu den Schlapphut, dann geht bestimmt in jeder Bank, an der ich vorbeispaziere, der Alarm los!