Bereits hat Peter die vierte Blutwäsche hinter sich. Für heute habe ich das Wort übernommen, weil Peter nun wirklich sehr müde ist. "Es schlaucht", meinte er heute nur. "Ja es schlaucht wirklich". Wir sind alle drei angespannt. Bis jetzt war alles Vorbereitung, jeder hatte seinen Tagesablauf - auch Peter und ich hatten vor allem in dieser Woche einen andern Ablauf. Das gewohnte Frühstück fiel aus, weil er jeweils bereits um 09.00 in der Insel sein musste, deshalb haben wir heute das Frühstück als Abendessen eingenommen, damit wir nicht ganz aus dem Tritt kommen! Alles ist irgendwie anders. Auch die Rituale am Abend gehören schon bald der Vergangenheit an. Wir spüren die Veränderung und wir freuen uns auf diese Veränderung. Und auch die Töne von I-Pad und I-Phone, die uns in den letzten Tagen begleitet haben sind bald schon weniger.

Wir sind voller Hoffnung, dass alles gut kommt und wir sind sehr berührt wie viele an uns denken und wie viele uns den Daumen drücken, dass alles gut kommt. Da kann auch nichts schiefgehen und wir wissen, dass der Zeitpunkt stimmt.Auch das Nephroteam im Inselspital ist wirklich zuvorkommend und sie kümmern sich rührend um Peter. Herzlichen Dank dem ganzen Team. Wir fühlen uns wirklich ernst genommen und auch getragen.

Vielen herzlichen Dank an alle, die uns begleiten und die uns gute Energien senden, denn dies hilft oft auch den Blick nach vorne zu richten und daran zu glauben, dass die Niere von Andy sich auch bei Peter wohl fühlen wird.