andypeter

Dritter Tag.  Die Zeit geht dahin und Andy und Peter werden jeden Tag etwas munterer. Peter konnte heute die Überwachungsstation verlassen und ist nun in einem Zweierzimmer. Die Aussicht ist nicht wirklich kuul, aber was ist das schon, wenn man eine neue Niere hat, die Aussicht ein normales Leben führen zu können ist viel kuuler!

Heute bin ich gegen fünf ins Inselspital gepilgert und habe zwei muntere Brüder angetroffen und beide hatten heute das Bedürfnis sich endlich nach Operation einmal persönlich zu sehen - den seit dem 30.4. haben sich die beiden nicht mehr gesehen. Sie sind in unterschiedlichen Zimmern untergebracht. Als ich zu Andy kam, war er schon bereit, um zu Peter zu wandern. "Süferli" und ganz langsam spazierten wir durch den langen Korridor zu Peter. Ich meinerseits hatte den Rollstuhl, den ich in einer Ecke sah, im Augenwinkel. Es wäre mir nicht recht gewesen, wenn Andy plötzlich gekippt wäre. Gemütlich schafften wir es. Peter lag friedlich im Bett und er freute sich sehr Andy zu sehen - und wie Männer eben sind, man spürte die Freude - doch der schwarze Humor stand im Vordergrund. Dabei war beiden anzusehen, dass sie sehr dankbar sind, dass es so gut gegangen ist. Mich hat dieser Moment sehr berührt und so nahmen sie den auch schon wie am 30.4. das Nachtessen gemeinsam, dieses Mal im Zimmer von Peter, ein. Beide mit Schläuchen umgeben - beide mit verschmitzen Lächeln und froh, dass es so gut gekommen ist.

Tja - und nun ist es tatsächlich einfach noch eine Frage der Zeit, bis sie nach Hause können. Ich denke Andy wird Montag oder Dienstag nach Hause können, während Peter wohl noch etwas bleiben muss.

Und ich habe nun auch schon die ersten Sachen von Peter nach Hause genommen. Wenn es nach Peter ginge, würde er am liebsten morgen schon nach Hause kommen, doch dies wird wohl nicht gehen.

Ich persönlich bin etwas müde und froh, dass alles so gut gegangen ist. Und ich freue mich tatsächlich, wenn ich dann Andy zu Hause besuchen kann und Peter wieder hier ist. Jedenfalls kenne ich nun ziemlich viele Schleichwege mit Auto und zu Fuss, um in die Insel zu kommen!