Der vierte Tag ist auch vorbei - ein eher schwieriger Tag. Nachdem Peter gestern ins normale Zimmer verlegt wurde, wir zu dritt zusammengesessen sind, hatte ich ein eigenartiges Gefühl, als ich gestern nach Hause fuhr. In der Überwachung arbeiten Teams Hand in Hand, Michael mit seinem Team hat wirklich alles im Griff. Abgegrenzt, klar, ruhig und emotionslos verrichtet er zusammen mit seinem Team die Arbeit.

Peter war sich an die Professionalität gewohnt und dies gab ihm auch Sicherheit, dass alles gut ist. Dies war auf der normalen Station leider nicht ganz so, denn auf der normalen Abteilung ist die Pflege reduziert und wohl für einen Transplantierten nicht ganz so geeignet. In der Nephrologie trichtern sie einem ein, dass man die Medis zur gleichen Zeit einnehmen muss und auf der Station wird dies ziemlich leger gehandhabt. Dies gab Peter das Gefühl der Unsicherheit.

Tja - dann kommt wirklich der Inselkoller - Insel ist nicht gleich Insel und es gibt wirklich grosse Unterschiede in den verschiedenen Abteilungen. Nun, nachdem Peter mit Atemnot zu kämpfen hatte, ist er nun wieder in der Überwachung. EKG, etc. etc. und weitere Abklärungen. Heute abend war aber glücklicherweise alles wieder im grünen Bereich. So bleibt er den eine weitere Nacht in der Überwachung.

Andy sieht gut aus und er marschiert schon durch die Gänge auf der Abteilung. Immer noch mit dem Infusionsständer - aber die Schläuche sind weniger. Heute konnten wir zum ersten Mal im Aufenthaltsraum sitzen und hatten so etwas wie Privatsphäre. Konnten auch mal über Gott und die Welt reden.

Ich habe heute wieder einen neuen Weg in die Insel gefunden und am Abend genoss ich die Abendstimmung und war dankbar, das sich gemütlich nach Hause marschieren konnte. Manchmal ist es schon viel und doch bin ich unendlich dankbar, was mit einer Transplantation alles möglich wird.