Eigentlich ist es unfassbar: ein Mensch unterzieht sich einer schweren Operation, lässt sich ein gesundes Organ entnehmen, dies wir beim Organempfänger eingesetzt und ermöglicht ihm ein weitgehend normales Leben, ein Leben, das sonst von massiven Einschränkungen geprägt wäre. Diese Geisteshaltung der bedingungslosen Organspende von meinem Bruder Andy ist ein Beispiel von Selbstlosigkeit und gestiger Reife, die nicht selbstverständlich ist. Sie erfüllt mich mit Dankbarkeit und auch neuer Energie auf die Zukunft. Aber auch hier im Spital geht diese Haltung nicht spurlos an den Leuten vorbei. Viele bewundern den mutigen Bruder, viele wollten ihn sprechen, kamen bei mir vorbei und erzählten mir, dass sie ihn gesehen hätten, dass es ihm gut geht. Ärzte und Personal respektieren sein Aura des Oranspenders, der etwas getan hat, womit sch wahrscheinlich etliche schwertun würden.
So bin ich natürlich nicht nur dankbar und erleichtert sondern auch stolz auf den "kleinen" "grossen" Bruder.