Gerade fünf Tage ist es her seit der Transplantation, der Operation, die meinem Leben eine neue Wende verleiht. So viel ist geschehen: Besorgnis, Ängste, viel medizinische Fachbegriffe, mit denen ich zu wenig anfangen kann, viel beeindruckende Technik und vor allem eine beeindruckende Menge an engagiertem Spitalpersonal, sei es in der Pflege, der Betreuung und bei Ärztinnen und Ärzten. Auch wenn ich den fachlichen Diskussionen am Krankenbett kaum folgen konnte, wurde ich stets gut orientiert. Es gab natürlich Ups und Downs und schnelle Interventionen, aber auch lange, schlaflose Nächte, die viel Raum zum Nachdenken boten.

Über allem die stets beruhigende Mitteilung, dass es der transplantierten Niere gut geht, dass sie arbeitet und die "versäumten" Aufgaben nachholt. Beruhigend auch die regelmässigen Besuche von Andy, der bereits deutlich mobiler ist und mich an meinen stets wechselnden Aufenthaltsorten besuchen kommt, mal im Überwachungsraum, mal im Patientenzimmer. Wenn es die Umstände zulassen, essen wir gemeinsam, untergebracht sind wir in separaten Zimmern. Gemeinsam feiern wir es als kleinen Sieg, wenn wieder eine Sonde oder Drainageschlauch abgehängt werden und wir freier werden.

Viel zu wenig aber wird in diesem Blog von Rosmarie gesprochen. In der Zeit, als wir keine Handy dabei haben konnten flitzte sie hin und her und überbrachte die neuesten Nachrichten. Jetzt schaut sie hervorragend zu ihren Männern, setzt sich gegen Spitaladministration durch und ist everybodys Darling. Ohne ihre zupackende, aber auch sehr emotionale Unterstützung wäre es nicht auszuhalten. Danke, Rosmarie, für alles.