Bereits sind Andy und Peter seit Dienstag zu Hause und so ganz langsam kommt wieder Normalität auf, wenn auch behutsam. Nachdem die beiden körperlich anwesend sind, ist nun auch die Seele zu Hause angekommen.

Andy lebt wieder in seinem Alltag und Peter auch. Am Abend treffen wir uns zu in der Matte jeweils zum Nachtessen, dies gibt jedem von uns Dreien, die Möglichkeit das Erlebte zu verarbeiten. Ich habe nun die "Krankenschwesterhaube" abgelegt und die Kochschürze angezogen. Da kochen eh meine Leidenschaft ist, finde ich es schön für uns zu kochen. Ich denke, dass sich jeden Tag ein bisschen mehr Alltag einschleichen wird, jeden Tag etwas mehr Sicherheit dazukommt und Peter die neue Medikamentation ebenso im Griff haben wird wie vor der Operation. Andy braucht bereits keine Medis mehr und er braucht nun einfach Geduld bis die Operationsnarbe verheilt ist.

Andy hüpft zum Glück schon wieder wie ein junges Rehlein durch die Gegend, während bei Peter nun die Knochenarbeit beginnt. Jeden Morgen muss er in in die Insel zur Blutentnahme und so werde ich wohl wirklich zur Frühaufsteherin mutieren, denn der tägliche Termin in der Insel ist wichtig, so können Ungereimtheiten sofort erkannt und auch behandelt werden.

Man will nichts versäumen oder verpassen bei der kleinsten Unregelmässigkeit wird Alarm geschlagen. Man ist wirklich vorsichtig und Peter auch. Heute musste Peter ein neues zusätzliches Medi nehmen - ein Riesenkracher, wie ich fand. Nach deren Einnahme war Peter ziemlich "groggy" - nun auch dies wird sich einpendeln wie sich vieles einpendeln wird.

Und immer wieder sprechen wir beim gemeinsamen Nachtessen über das Erlebte - über das was hätte sein können und was nicht - vor allem aber darüber was eine Transplantation doch wirklich für ein Wunder ist und was die Chirurgen und das ganze Team alles geleistet haben.